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acousticbrand Auditive Wahrnehmung und Kommunikation
In der subjektiven Wahrnehmung spielen Musik und Klang eine besondere Rolle. Sie wirken direkt über das Ohr auf unser vegetatives
Nervensystem. Gefühle, die durch Musik und Klänge ausgelöst werden können, sind vom Hörer willentlich nicht zu beinflussen und besitzen - richtig eingesetzt - eine starke kommunikative Kraft. Wir kennen das aus
Filmen oder Musikstücken, die uns plötzlich zu Tränen rühren.
Dieser Aspekt wird
hierzulande, im Vergleich zur amerikanischen Filmindustrie, die sich schon seit Jahrzehnten mit dem Ineinanderspielen von Kognitition und Emotion wissenschaftlich auseinander setzt, noch viel zu häufig unterschätzt. Zum Nachteil der Unternehmen und der beworbenen Produkte. Andererseits wurde dieser Aspekt beispielsweise zu Zeiten des Nationalsozialismus gefährlich zur Massenbeeinflussung instrumentalisiert.
Wir stellen fest: Der gezielte, strategische Einsatz von Musik spielt im Zusammenhang mit Unternehmenskommunikation zumeist noch eine eher
untergeordnete Rolle. Das liegt
vor allem an der Unkenntnis der Materie. Wer hat sich schon als Marketing- oder Vertriebsfachmann, als Texter, Art Director, Konzeptioner, CD oder Kundenberater mit der psychologischen und dramturgischen Bedeutung von Musik beschäftigt? Zumeist spielen hier ausschließlich eigene Musikpräferenzen eine Rolle.
Das hat Folgen:
> Eine für die jeweilige Zielgruppe möglicherweise falsche, unbedachte oder irrelevante Auswahl von Musik und Klang,
> eine Übergewichtung des Rationalen in der Kommunikation
> eine Vernachlässigung der emotionalen Dimension = Eine verschenkte Chance
> Musik und Klang ist mehr “Gestaltungs-Appendix”, als dramaturgisches Element
> “akustische Umweltverschmutzung” durch zunehmende Verbreitung von “Geräuschmüll” in allen Medien
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